Manfred Schramm (1910–1997)

Lebte in Uttwil im Haus Margrit und im Du Lac; ab 1943 im Haus Seewiese. Manfred Schramms Begabung zum Zeichnen und Malen kam bereits im Kindesalter zum Vorschein. Er konnte die Kunst­ge­werbe­schule und Technische Hochschule Stuttgart besuchen. Ab 1933 widmete er sich mit Vorliebe der Malerei mit Temperafarben. Sein Spektrum umfasste aus-gesprochen naive bis realistische Bilder. Hauptmotiv war oftmals der Bodensee. Er erstellte auch Entwürfe für Glasfenster in Kirchen. Jahr­zehntelang stellte er sich den Dorfvereinen zur Verfügung, wenn es galt, Bühnenbilder für Thea­ter­aufführungen zu schaffen.
In seiner zweiten Lebenshälfte beschäftigte er sich zunehmend mit philosophischen Themen und der Kernphysik, weshalb er die Malerei etwas hintan stellte. Zu diesen Themen verfasste er di­ver­se Schriften, jedoch wurde seinem unkonventionellen Denken von wissenschaftlicher Seite die Anerkennung versagt.

Manfred Schramm in „SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz“